Online Petition gegen horrende GEMA Forderungen
Die Umsätze durch den Verkauf von Tonträgern sind seit einigen Jahren massiv eingebrochen, das ist nichts Neues. Das bekommt auch die Gema zu spüren, die trotz jugendlich designter Website mit verrosteten Strukturen mehr und mehr ihre Felle davon schwimmen sieht. Nach einem langen und anstrengenden Tauziehen mit YouTube um Urheberrechte hatte man sich endlich geeinigt, aber das scheint nicht genug zu sein. Denn die GEMA setzt nun auf den Bereich im Musikgeschäft, in dem überhaupt noch Geld zu verdienen ist, die Live-Musik. Dabei beabsichtigt die GEMA eine Erhöhung ihrer Gebühren um über 500% (kein Witz!) nachzulesen auf handelsblatt.com und spiegel.de
Die Folge wäre mit Sicherheit, dass sämtliche kulturelle Events, bei denen in irgendeiner Art Live-Musik läuft, erhebliche Probleme bekommen bzw. dafür teuer bezahlen müssen. Diese Mehrkosten werden verständlicherweise an die Besucher weitergeben d.h Konzerttickets werden noch teurer. Oder die Kosten erhöhen sich so drastisch, das sich eine Veranstaltung schon überhaupt nicht mehr lohnt, d.h es wird vermutlich viel weniger Konzerte geben.
Diese Forderungen sind kulturfeindlichund auch als solche zu bezeichnen. Deshalb kann nun JEDER mit seiner Unterschrift der Online Petition gegen diese horrenden Auflage der GEMA protestiere.
Bis zum 17.07.09 werden 50 000 Online Unterschriften benötigt.
In der Begründung der Petition heißt es u.a.
Leider werden die GEMA-GESETZE weder der Musik im Allgemeinen und schon gar nicht der großen Mehrheit ihrer eigenen Mitglieder gerecht.“
Dies kann ich aus eigener Erfahrung als Veranstalter und als Musiker leider nur bestätigen, denn das eigentlich Perverse ist zum Einen, dass die GEMA ihren Anteil nicht von den Gewinnen einer Veranstaltung, einfordert, sondern von den Einnahmen. Ob die Einnahmen überhaupt zur Deckung der Kosten einer Veranstaltung reichen interessiert die GEMA allerdings nicht. Zum Anderen werden Alle zur Kasse gebeten, jedoch GEMA Ausschüttungen bekommen nur sehr wenige Künstler und Bands.
Der Gedanke, mehr Geld bedeutet gleichzeitig mehr Geld für die Künstler, die die GEMA Vertritt ist ein Trugschluss.Das System ist schlicht ungerecht und vor allem nicht transparent und nicht zeitgemäß.
Mit der Petition soll bewirkt werden dass die Abrechnungsmethode der GEMA überprüft wird. Der Text der Petition fordert den Bundestag dazu auf, zu beschließen, dass “das Handeln der GEMA auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz, Vereinsgesetz und Urheberrecht überprüft wird und eine umfassende Reformierung der GEMA in Hinblick auf die Berechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter, die Tantiemenberechung für die GEMA-Mitglieder, Vereinfachung der Geschäftsbedingungen, Transparenz und Änderung der Inkasso-Modalitäten vorgenommen wird.”
Sollte es die GEMA schaffen, diese oder ähnliche Gebührenerhöhungen durchzusetzen, wäre das eine Katastrophe für die komplette Live-Musik Kultur in Deutschland.

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